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Portfolio · Mathematikdidaktik · Schulentwicklung

Gute Aufgaben – guter Unterricht

Seminar im 6. Semester des Bachelorstudiums Primarstufe: Gute Aufgaben – guter Unterricht. Ein hochschuldidaktisches Format zur Verbindung von Mathematikdidaktik, professioneller Lernprozessbeobachtung und nachhaltiger Unterrichtsentwicklung.

Pädagogische Hochschule Tirol · Primarstufen-Lehrer:innenbildung · VS Innere Stadt

Vom Material zur professionellen Wahrnehmung.

Das Seminar „Gute Aufgaben – guter Unterricht“ im 6. Semester zeigt, wie kompetenzorientierte Mathematikdidaktik an Hochschulen konkret organisiert werden kann: fachlich präzise, praxisnah, diagnostisch sensibel und mit klaren Arbeitsstrukturen für Studierende.

Gute Aufgaben sind professionelle Denkwerkzeuge.

Studierende lernen, Aufgaben nicht oberflächlich nach Schwierigkeitsgrad zu beurteilen, sondern nach Struktur, mathematischem Gehalt, Offenheit, Lernpotenzial und Beobachtbarkeit von Denkprozessen.

Das Seminar setzt zentrale mathematikdidaktische Kompetenzziele des Curriculums für das Bachelorstudium Lehramt Primarstufe der Pädagogischen Hochschule Tirol in besonderer fachlicher und hochschuldidaktischer Tiefe um. Dazu gehören insbesondere die Analyse und Entwicklung guter Aufgaben, produktives Üben, die Berücksichtigung von Schüler:innenvorstellungen sowie professionelle Lernprozessbeobachtung.

Analyse

Analyse guter Aufgaben

Aufgaben werden nach mathematischem Gehalt, Struktur, Offenheit und Lernchancen untersucht.

Kompetenzen

Kompetenzorientierung

Aufgabenfamilien, Darstellungswechsel, Argumentieren, Modellieren und Problemlösen werden sichtbar.

Üben

Produktives Üben

Üben wird als entdeckendes, strukturorientiertes Arbeiten verstanden – nicht als bloße Wiederholung.

Wissenschaftliche und curriculare Fundierung

Das Seminar Gute Aufgaben – guter Unterricht ist als 6.-Semester-Seminar curricular verankert und verbindet die offiziellen Kompetenzziele der PHT mit wissenschaftlich fundierter Mathematikdidaktik, schulnaher Praxisreflexion und professioneller Beobachtung mathematischer Lernprozesse.

Grundlagen der Mathematikdidaktik

Padberg, F. & Büchter, A. (2015).
Einführung Mathematik Primarstufe Arithmetik (2. Aufl.). Springer Spektrum.

Krauthausen, G. (2018).
Einführung in die Mathematikdidaktik – Grundschule (4. Aufl.). Springer Spektrum.

Padberg, F. & Benz, C. (2011).
Didaktik der Arithmetik (4. Aufl.). Spektrum Akademischer Verlag.

Rechnen & Zahlverständnis

Gaidoschik, M. (2007).
Rechenschwäche vorbeugen: Vom Zählen zum Rechnen (7. Aufl.). G&G.

Gaidoschik, M. (2014).
Einmaleins verstehen, vernetzen, merken (5. Aufl.). Kallmeyer/Klett.

Müller, G. N. & Wittmann, E. C. (2022).
Handbuch produktiver Rechenübungen I (2. Aufl.). Klett.

Müller, G. N. & Wittmann, E. C. (2024).
Handbuch produktiver Rechenübungen II (2. Aufl.). Klett.

Geometrie & Raumvorstellung

Franke, M. & Reinhold, S. (2016).
Didaktik der Geometrie (3. Aufl.). Springer Spektrum.

Gute Aufgaben & Unterrichtsentwicklung

Selter, C. (2017).
Guter Mathematikunterricht. Cornelsen.

Selter, C. & Zannetin, E. (2019).
Mathematik unterrichten in der Grundschule (2. Aufl.). Kallmeyer/Klett.

Spiegel, H. & Selter, C. (2018).
Kinder & Mathematik (10. Aufl.). Kallmeyer/Klett.

Ulm, V. (Hrsg.). (2018).
Gute Aufgaben Mathematik (7. Aufl.). Cornelsen.

Schulnahe Lehrer:innenbildung mit fachlicher Tiefe.

Die Kooperation mit der VS Innere Stadt verbindet Hochschulseminar und schulische Realität. Studierende beobachten mathematische Lernprozesse strukturiert, zurückhaltend und fachlich fokussiert.

Professionelle Beobachtung

Der Blick richtet sich auf Lernprozesse, Strategien, Darstellungen und mathematische Denkwege von Kindern.

Praxisreflexion

Beobachtungen werden nicht isoliert gesammelt, sondern im Seminar fachlich gedeutet und für Unterrichtsentwicklung nutzbar gemacht.

Nachhaltige Professionalisierung

Hochschullehre, Schulrealität und digitale Instrumente werden zu einem kohärenten Entwicklungsformat verbunden.

Der vollständige Lernpfad.

Die Seminararchitektur macht den professionellen Entwicklungsprozess transparent: von der fachlichen Analyse guter Aufgaben über produktives Üben und Modellieren bis zur Schulbeobachtung, Portfolioarbeit und Entwicklung eigener lernwirksamer Aufgaben.

1
Start & OrientierungAnkommen, Überblick, Ziele und Arbeitsweise im Seminar.
2
Organisation und RahmenTransparente Anforderungen, Termine, Materialien und Abschlussbedingungen.
3
Einheit 1 · Analyse guter AufgabenMathematischen Gehalt, Struktur, Offenheit und Lernpotenzial erkennen.
4
Einheit 2 · Kompetenzorientierung & AufgabenfamilienDarstellungswechsel, Argumentieren, Modellieren und Problemlösen sichtbar machen.
5
Einheit 3 · Produktives Üben & entdeckendes LernenÜben als strukturorientierten, verstehensorientierten Lernprozess gestalten.
6
Reflexion zum Lernprozess im SeminarEigene Lernwege, Beobachtungen und fachliche Entwicklung dokumentieren.
7
Einheit 4 · Problemlösen & mathematische ModellierungMathematik als Werkzeug zur Beschreibung, Strukturierung und Erklärung nutzen.
8
Vorbereitung · Schulbeobachtung VS Innere StadtBeobachtungsauftrag, Rollenklärung und professionelle Zurückhaltung vorbereiten.
9
Einheit 5 · Differenzierung & DiagnostikLernstände, Strategien, Stolperstellen und Unterstützungsbedarfe erkennen.
10
Einheit 6 · Lernwirksame Aufgaben entwickelnEigene Aufgabenformate fachlich präzise und lernprozessbezogen gestalten.
11
Einheit 7 · Natur, Alltag und Bewegung IMathematische Lernumgebungen außerhalb klassischer Arbeitsblätter denken.
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Einheit 8 · Natur, Alltag und Bewegung IIEmbodied Learning, Alltagssituationen und verstehensorientierte Aufgaben verbinden.
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Einheit 9 · Reflexion & PortfolioarbeitTheorie, Beobachtung und eigene Aufgabenentwicklung professionell zusammenführen.
14
Einheit 10 · Präsentation & AbschlussErgebnisse präsentieren, Peer Review nutzen und Transferperspektiven sichtbar machen.

PeerLearningKompass – Schnellstart

Zur strukturierten Schulbeobachtung nutzten die Studierenden den PeerLearningKompass Schnellstart: ein kognitiv entlastendes Beobachtungsinstrument zur fokussierten Wahrnehmung mathematischer Lernprozesse. Der reduzierte Einstieg ermöglicht professionelles Beobachten ohne methodische Überlastung.

Zum Schnellstart-Instrument

Kognitive Entlastung ist Teil des didaktischen Designs.

Die Moodle-Struktur reduziert kognitive Belastung, schafft Transparenz und ermöglicht Studierenden eine selbstständigere, fokussierte Arbeitsweise. Schulbeobachtung wird vorbereitet, begleitet und in die Seminararbeit integriert.

Kognitiv entlastende Struktur

Klare Titel, sequenzierte Einheiten, kurze Anleitungen und visuelle Blöcke helfen Studierenden, den roten Faden zu behalten.

Praxis eingebettet

Schulbeobachtung wird nicht isoliert durchgeführt, sondern vorbereitet, begleitet und reflektiert.

Transfer in Schulentwicklung

Das Format eignet sich als Modell für Hochschullehre, Fortbildung und schulische Entwicklungsprozesse im Bereich Mathematiklernen.

„Gute Aufgaben sind nicht nur Materialien für den Unterricht. Sie sind professionelle Denkwerkzeuge: Sie machen mathematische Strukturen, Kinderstrategien und didaktische Entscheidungen sichtbar.“

Ein Modell für Lehrer:innenbildung und Schulentwicklung.

Das Format macht sichtbar, wie moderne Lehrer:innenbildung schulnah, kompetenzorientiert und digital unterstützt gestaltet werden kann.

Studierende

Professionelle Wahrnehmung

Förderung diagnostischer Sensibilität und reflektierter Unterrichtsentwicklung.

Schulen

Fachliche Reflexion

Strukturierte Beobachtung und neue Impulse für lernwirksamen Mathematikunterricht.

Transfer

Übertragbares Kursdesign

Die Struktur kann auf weitere Fachdidaktiken, Praxisphasen und Fortbildungsprogramme übertragen werden.